Zins

Aus Geld wird Geld

Aus den Vorteilen, die das Geld gegenüber den Waren besitzt, entspringt die eigentliche Ursache des Zinses. Waren verlieren mit der Zeit an Güte, Qualität, Wert. Geld jedoch nicht.

 

Dies führt dazu, dass ein Geldverleiher sein Geld nur dann an einen Unternehmer weiter verleiht, wenn dieser ihm dafür eine Entlohnung zahlt. Den Zins. Ist man nicht bereit den geforderten Mindestzins zu bezahlen, wird das Geld zurückgehalten und die geplante Investition findet nicht statt. Dieser Mindestzins liegt im historischen Durchschnitt bei etwa 4-5%.

 

Der Zins führt zu einer Umverteilung in der Gesellschaft, da Leute mit hohen Geldguthaben automatisch und ohne zu arbeiten ihr Vermögen vergrößern. Alle anderen (etwa 90% der Bevölkerung) verlieren im heutigen System, da sie mehr Zinskosten bezahlen als sie durch Zinseinnahmen hinzubekommen. Der Zins erklärt also die Vermögensverteilung und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich.

 

Sobald Zinsen auf erhaltene Zinsen gezahlt werden, nennt man dies den Zinses-Zins-Effekt. Dies ist eine Exponentialfunktion die die Umverteilung hin zu großen Vermögen immer schneller beschleunigt.

Geld arbeitet nicht

Wer ein Unternehmen führen will, muss sich dieser Realität stellen, dass das notwendige Kapital immer mit einem gewissen Zinssatz belastet ist. Diese Zinskosten müssen natürlich auf die Produkte aufgeschlagen werden. Die Zinskosten summieren sich für den Verbraucher auf durchschnittlich 40% des Preises einer Ware. Bei Kapitalintensiven Investitionen wie Wohnungen liegt der Zinsanteil bei 80% des Mietpreises.