Freigeld

Geld und Waren auf eine Stufe stellen

Waren verfallen, werden schlecht, nehmen an Qualität ab. Dies führt zu Wertverlusten je länger die Waren im Lager stehen und nicht an den Kunden verkauft werden. Das Geld verfällt nicht, es kann warten, um einen günstigen Moment für den Kauf zu finden. Aus dieser Zwangslage heraus ist Geld besser gestellt als Waren.

Da Geld den Austausch der Waren sicher stellen soll, muss es auf der selben Stufe stehen wie die Waren. Mit den heutigen Eigenschaften kann sich das Geld zwischen den Austausch der Waren stellen und den Austausch sogar verhindern.

Geld mit Verfallsdatum:

Geben wir den Geld also ein Mechanismus, der ihn an Wert verlieren lässt und somit wieder auf eine Stufe mit allen anderen Produkten stellt (Kartoffeln, Schuhe, Auto...) Wir legen fest: Geld verliert im Jahr 12% an Wert, wenn es nicht ausgegeben wird. Diese Gebühr (Umlaufsicherung) wird beim Bargeld in Form von Marken erbracht und täglich anteilig auf den Girokonten. Ist man zum Stichtag, am Ende des Monats, im Besitz einer 100 Euro Note, verliert sie ihre Gültigkeit, es sei denn, man klebt eine Wertmarke im Wert von 1 Prozent des Wertes auf. Bei 100 Euro ist also eine 1 Euro Marke fällig, damit der 100 Euro Schein weiter benutzt werden kann.

Dann versuchen ja alle das Geld vor dem Zahlen der Gebühr loszuwerden, oder nicht?!?

Genau. Hierin liegt die Kraft des neuen Freigeldes. Die Umlaufgeschwindigkeit wird sich vervielfältigen. Jeder ist bedacht, das Geld nicht zu lange sinnlos im Portemonnaie zu behalten - denn dort fallen ja nur Gebühren an.

Wenn das Geld nur an Wert verliert, kann ich ja gar nicht mehr sparen?!?

Doch. Indem man sein Geld verleiht, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurück erhält. Dazu wird es zwei verschiedene Konten geben. Das normale Girokonto für den täglichen Bedarf und ein Sparkonto. Das Girokonto ist mit der Umlaufgebühr belastet. Das Sparkonto nicht, da dieses Geld jemanden anderes als Kredit ausgehändigt wird, der dann auch die Kosten für die Umlaufsicherung übernimmt (falls er es nicht schon gleich wieder ausgegeben hat für Investitionen...)  Das Geld auf diesem Sparkonto ist natürlich nicht sofort verfügbar, aber deshalb heißt es ja auch Sparkonto!

 

Durch Arbeit zum Null-Zins

Kreditgeber und Kreditnehmer treffen sich beim Freigeld nun auf gleicher Stufe. Beiden bringt ein herauszögern des Geschäfts nur Nachteile, deshalb sind beide gewillt zur schnellen Einigung über die Kreditkonditionen zu gelangen. Wird der Zins sofort auf 0 Prozent fallen? Nein. Denn der bisherige Zins von 5-10 Prozent war eine Investitionsschranke. Diese Investitionen sind nun möglich, da das Geld aber begrenzt ist, was zum Ausleihen zur Verfügung steht, werden zuerst Investitionen mit der höchsten Ertragsrate realisiert. Sobald aber diese Fabriken, Maschinen, Wohnungen... usw. gebaut sind, werden weniger ertragreiche Investitionen folgen, die nur noch Renditen von 3 oder 4 Prozent erzielen. Sind diese Möglichkeiten auch realisiert, werden Investitionen mit Renditen bis an 0 Prozent auch abgearbeitet. Der Kreditzins wird sich also parallel zu den Renditechancen der Investitionen entwickeln. 

Das heißt dann endlich Schluss mit dem aufgezwungenen Mangel an Wohnungen, Blockade der dezentralen Energie- und Nahrungsmittelversorgung.

Umverteilung von Arm nach Reich gestoppt

Wenn der Kreditzins auf 0 fällt, fällt auch der Zinsanteil in den Mieten und Preisen auf 0. Die Menschen haben also gut 1/3 mehr in der Tasche. Die reichsten 1% müssten dann ohne dieses Geld zurecht kommen - ob sie das schaffen werden?^^

Freigeld und Preisstabilität

Da der Zwang der Ausweitung der Geldmenge durch Zins und Zinseszins verschwindet, bietet sich die einmalige Möglichkeit einer echten Preisstabilität - ohne geschönte Statistiken. Mehr dazu beim Thema Inflation und Deflation.